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Kolpingfamilien informieren über Verwertung von Altkleidern „Das geht nicht in den Reißwolf“

DZ: Mi., 30.07.2014 von Kristina Kerstan

Dülmen.
Vor rund drei Wochen richtete ein Hagelsturm in Uganda schwere Verwüstungen an. Spontanhilfe kam von den Kolpingfamilien Buldern und Dülmen - und zwar mit Erlösen aus Altkleidersammlungen. Ebenso wie Rorup führen beide Kolpingfamilien monatliche Altkleidersammlungen durch: Buldern am letzten, Dülmen und Rorup am ersten Samstag des Monats.
„Bei der Annahme werden immer wieder Fragen gestellt: Was macht ihr jetzt damit?“, berichtet Helmut Tissen, Vorsitzender in Buldern. Die Ware werde komplett verkauft, betont er, und zwar an die Kolping Recycling GmbH. „Das ist kein Abfall, das geht nicht in den Reißwolf.“ Um genau darüber zu informieren, hat der Diözesanfachausschuss einen Flyer als Arbeitshilfe für Kolpingfamilien herausgegeben. In Buldern können Interessierte sich bei der nächsten Sammlung zudem über Handzettel informieren, erläutert Tissen, der als Ausschussmitglied am Flyer mitgearbeitet hat.
Was mit den Erlösen aus den Altkleider-Verkäufen geschieht, dafür gebe es in Buldern eine Drittellösung: ein Drittel für Kinder und Jugendhilfen im Ort, ein Drittel für Uganda, ein Drittel für Aufgaben der Kolpingsfamilie Buldern, so Tissen. Auch Wilfried Erckens, Vorsitzender in Dülmen, sowie der Roruper Kolpingchef Franz-Josef Weyer betonen, dass die Erlöse aus dem Verkauf vor Ort in Dülmen beziehungsweise Rorup bleiben würden.
Am Samstag, 2. August, nehmen die Kolpingfamilien von 9 bis 12 Uhr im Kolpinghaus-Hof und von 9.30 bis 11.30 Uhr am Kirchplatz Rorup Altkleider entgegen.

Wie die Altkleider verwertet werden, das erläutern (v.l.) Franz-Josef Weyer (Kolping Rorup), Wilfried Erckens, Eberhard Pastor (beide Dülmen) und Helmut Tissen aus Buldern. Foto: Kerstan

Wie die Altkleider verwertet werden, das erläutern (v.l.) Franz-Josef Weyer (Kolping Rorup), Wilfried Erckens, Eberhard Pastor (beide Dülmen) und Helmut Tissen aus Buldern. Foto: Kerstan

Sortieren per Hand

Die Kolpingfamilien Dülmen, Buldern und Rorup verkaufen all die gesammelten Altkleider an einen zertifizierten Abnehmer nämlich die Kolping Recycling GmbH, erläutert Helmut Tissen. Dort werden die Kleider in Handarbeit sortiert. Rund 30 Prozent der gesammelten Textilien werden etwa in der Putzlappenherstellung wiederverwertet, berichtet er und seine Amtskollegen. Ungefähr 22 Prozent der Textilien werden für Strickwaren, Bettfedern oder zur Papierherstellung recycelt. Rund 5 Prozent sind Abfälle, die zur Deponie gebracht und dort verbrannt werden.
Knapp die Hälfte, etwa 43 Prozent der Altkleider könnte nochmals getragen werden (drei Prozent in deutschen Secondhand-Läden, rund zehn Prozent werden in Schwellenländer exportiert, circa 30 Prozent gehen in Entwicklungsländer). „Die Secondhandware wird durchaus geschätzt. Man trifft sie überall an“, berichtet Tissen von seinen Erfahrungen bei einem Besuch im März dieses Jahres im ugandischen Hoima, wo es ein Gebrauchtkleiderviertel gibt.

 

Kontakt

Helmut Tissen

02590 4490

helmut_tissen@web.de

 
 
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