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Was geschieht mit den Textilien?

Die Sortierbetriebe haben ein Interesse daran, die Textilien sorgfältig auf ihre weitere Verwendung zu prüfen und zu entsprechenden Preisen weiterzuverkaufen. Dabei bestimmen weitgehend die Qualitäten die Abnehmer und Erlöse (Mengen siehe www.kolping-textilrecycling.de):

  5%  1. Wahl (Kleiderkammern, Sozialkaufhäuser und Second-Hand Läden)
38%  2. Wahl (für Second-Hand Märkte in Schwellen- und Entwicklungsländern in                           Osteuropa und Afrika)
30%  Wiederverwertung (z. B. Putzlappen)
22%  Recycling (z. B. Dämmstoffe in der Autoindustrie, Wolltuche, Papierherstellung, …)
  5%  Müll, der in der Regel thermisch verwertet wird


Fair spielt bei der weiteren Verwendung eine zentrale Rolle. Die Kolping-Recycling GmbH ist als Einrichtung innerhalb eines großen Sozialverbands darauf bedacht, dass mit Partnern zusammengearbeitet wird, die mit der Integration von Menschen in den Arbeitsmarkt beschäftigt sind. Prekäre Arbeitsverhältnisse werden abgelehnt.

Vor Ort arbeiten die meisten Kolpingsfamilien direkt mit der Kolping Recycling GmbH zusammen. Einige, so auch die Kolpingsfamilie Buldern, unterhalten seit langem Geschäftsbeziehungen zur A&QUA GmbH in Nottuln (www.aqua-nottuln.de). Beide Organisationen verpflichten sich auf die Einhaltung von Standards, die die gesamte Kette von Sammlung bis Verwertung betreffen, insbesondere

  • Der Erlös aus jeder einzelnen Kleiderspende fließt ausschließlich in soziale Zwecke vornehmlich der Kolpingsfamilien,
  • Sammlungen werden von den Kolpingsfamilien selbst durchgeführt; es werden keine Dritten beauftragt
  • Im gesamten Geschäftsgang zwischen Sammlung und Verwertung werden die geltenden Arbeits- und Sozialgesetze eingehalten
  • Bei Sortierung und Vermarktung wird vorrangig mit Firmen zusammengearbeitet, die überprüfbar sich diesen Standards verpflichtet fühlen
  • Aus den Sammelaufrufen muss klar die Verwendung der gesammelten Kleidung hervorgehen.

Export von Second-Hand Kleidung

Der Dachverband FairWertung e.V. (www.fairwertung.de) kam in seinem Dialogprogramm „Gebrauchtkleidung in Afrika“ (2003-2005) zu Ergebnissen, die in Thesen eingeflossen sind, die die zum Teil hitzig geführte Diskussion über Gebrauchtkleiderexporte versachlichen könnten.

Bei einem Besuch 2009 in Uganda und mehreren Gegenbesuchen von Vertretern der Uganda Kolping Society UKS in Buldern haben wir verschiedenen Verantwortlichen die Frage nach der Wirkung von Altkleiderimporten für die ugandische Wirtschaft gestellt. Nahezu einheitlich war die spontane Antwort „You cant stop it“. Beim Nachhaken stellten wir fest, dass unsere afrikanischen Freunde sehr wohl um die Diskussion in Deutschland wissen und befürchten, dass die Second-Hand Exporte eingestellt werden könnten. Und so ist nicht gemeint „das lässt sich nicht mehr aufhalten“ sondern „das könnt Ihr nicht machen!!“

 

Kontakt

Helmut Tissen

02590 4490

helmut_tissen@web.de

 
 
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