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Brot aus dem Steinofen

Backstube Spieker

Von Patrick Hülsheger (aus dzonline)

So mancher Bäcker würde sich diesen Andrang wünschen. 130 Brote waren im Steinofen im Kleinen Spieker in Buldern am Samstag gebacken worden. Als um 14 Uhr der Verkauf begann, strömten die Kunden nur so in die kleine Backstube. Nach nicht einmal einer Stunde waren alle Brote vergriffen. „Das gibt zuhause mächtig Ärger, wenn ich ohne Brot wiederkomme“, scherzten die Bulderaner.

Besucher aus Münster und dem Kreis Recklinghausen waren gekommen, um sich frischen Stuten oder Zwiebelbrot zu besorgen. Zum 10. Jubiläum des Steinofens hatten die Kolpingsfamilie und die Ortsgemeinschaft Buldern zu einem Backofenfest eingeladen. Bäckermeister Ralf Brinkschulte, der beim Backen von seinen Söhnen Kasimir und Tristan tatkräftig unterstützt wird, hatte alle Hände voll zu tun. Schließlich musste neben dem Brot auch noch der Kuchen für das Fair-Cafè im Großen Spieker fertig werden.
Schnell füllten sich die Plätze im wohlig warmen Spieker, wo sich die Besucher den frischen Kuchen und den fair gehandelten Kaffee schmecken ließen. Nach einer Begrüßung von Bernhard Lammers, Vorsitzender der Ortsgemeinschaft, warf Helmut Tissen einen Blick in die Geschichte des Steinofens. Dazu begrüßte Tissen auch einige Ehrengäste, die an der Neuanfertigung und Inbetriebnahme maßgeblich beteiligt waren. „Bernhard Böinghoff hat uns 1989 nach der 1000-Jahr-Feier angesprochen, ob wir ihn nicht unterstützen wollten und da haben wir sofort zugesagt“, so Tissen. Beim Weihnachtsmarkt 2001 ging der Ofen dann kaputt.
Danach begannen die Überlegungen, wie es weitergehen sollte. Bei einem Treffen der Vereine, auf Einladung der damaligen Ortsvorsteherin Edith Eiersbrock, hatte die Kolpingsfamilie die Lösung bereits parat. Klaus Stegemann, Inhaber der Firma „Ofenträume“ sagte seine Hilfe ebenso zu und stellte das Material zum Selbstkostenpreis zur Verfügung. Unterstützung gab es ebenfalls von Maurermeister Tönne Klünker. Die Finanzierung übernahm die Kolpingsfamilie. „Einen Teil haben wir durch Spenden bekommen“, so Tissen.
Ein kleines Problem gab es dann aber doch noch. Schließlich wusste die Stadt Dülmen nichts von dem neuen Ofen. Doch auch hier war die Lösung schnell gefunden. „Hans Hegemann hat gesagt, ich bin zwar nicht die Verwaltung, aber ich unterschreibe das und dann läuft das schon“, blickte Tissen zurück.
Am 15. November 2002 wurde der Ofen offiziell an die Bürger Bulderns übergeben und beim Weihnachtsmarkt konnte wieder frisches Brot angeboten werden. „Viele Leute kommen extra deshalb zum Weihnachtsmarkt . Der kleine Spieker ist so etwas wie unser Backhaus“, sagte Lammers. Während sich Bäckermeister Ralf Brinkschulte um die Köstlichkeiten kümmert, versorgt „Ofenmeister“ Heinz Lampe das gute Stück, damit es auch weiter funktioniert. Dabei wird auch das Holz helfen, das Edith Eiersbrock am Samstag als Präsent zum Jubiläum übergab. Dülmens erste stellvertretende Bürgermeisterin Annette Holtrup dankte den Aktiven. „Das Steinofenbrot aus Buldern ist stadtbekannt“, sagte sie. Das letzte Brot aus der Fuhre erhielt Holtrup dann von Helmut Tissen. „Ich weiß nicht, wem wir es weggenommen haben“, scherzte er.

dz18-11-12online

Bäckermeister Ralf Brinkschulte gibt ein Blech Kuchen in den Steinofen im Kleinen Spieker in Buldern. Bei den Backaktionen wird er regelmäßig von seinen Söhnen Kasimir und Tristan unterstützt. Foto: Patrick Hülsheger

 

Kontakt

Helmut Tissen

02590 4490

helmut_tissen@web.de

 
 
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