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Für Kurzentschlossene:

Es ist mal wieder soweit, ein neuer Familienkreis steht kurz vor der Gründung. Wer noch Interesse hat, diesem Kreis beizutreten oder erst mal generelle Informationen dazu benötigt, kann sich bei Bernhard Peitzman Tel. 05454-96046 oder per Mail unter bernhard@peitzi.de melden.

Dolomitenwanderwoche 2012

Zum fünften Mal hatte unsere Kolpingsfamilie die Teilnahme an einer einwöchigen Bergwoche in die Dolomiten angeboten. In der Zeit vom 02.09. bis 08.09.2012 verbrachten neun Bergsportfreunde zusammen mit unserem Bergführer Joachim eine Woche in der Brenta. Ausgangspunkt unserer Unternehmungen war das Hotel Dolomiti in Molveno, 864 m Seehöhe, im Trentino, Italien.

Dolomiten-2013-1Von unseren Zimmern konnten wir einen klasse Blick auf den Molveno-See, den größten alpinen See Italiens, genießen. Für Bergwanderer und Bergsteiger ist die Gebirgsgruppe der Brenta ein Zauberwort und der Inbegriff für ein Klettersteigparadies. Wir sollten viele Facetten dieser wilden, bis auf über 3.000m Höhe aufragenden Gebirgsgruppe erleben, einschließlich dem Begehen eines Gletscherrestes. Am Samstag starteten wir kurz nach Mittag in Riesenbeck. Nach einer Zwischenübernachtung im Allgäu erreichten wir Sonntagnachmittag Molveno. Wir erfuhren als erstes, dass nach einigen Tagen Regen der Sonntag der erste Tag mit Sonnenschein war. Welch tolles Wetter für unsere Ankunft. Allerdings versprach der Wetterbericht eine abwechslungsreiche Woche. Der Sonntag wurde genutzt, um den malerisch gelegenen, sehr gepflegten Ort kennenzulernen und einen Spaziergang am See zu machen.

Wie gewohnt, stand am Montag ein Eingehtag zur Akklimatisierung auf unserem Wanderprogramm. Spannend wurde die Fahrt mit der Bergbahn, in die man bei langsamer Fahrt aufspringen musste. Maximal 2 Personen fanden hintereinander Platz. Dann ging es auf unschwierigen Wegen weiter hinauf bis zu einem Talkessel und dabei führte der Weg unterhalb der mit 1.000m Höhe höchsten senkrecht aufragenden Wand der Ostalpen. Auf dem Weg zurück zum Hotel wurden dann Passagen mit engen Steigen und einigen, gesicherten Felspassagen gemeistert. Einige Übungen somit für die nächsten Tage. Die Nacht auf Dienstag und der Dienstagmorgen brachten dann reichlich Regen. Dolomiten-2012-5

Nach dem Frühstück wurde entschieden, den Start unseres Wandertages zunächst um eine Stunde zu verschieben. Als auch danach der Regen nicht aufhörte, fuhren wir auf Vorschlag von Joachim nach Arco in die Nähe des Gardasees. Es war eine Fahrt von etwa 60 km Länge. Arco ist ein weltweit bekannter Ort unter Bergsteigern. Dank seiner Kontakte hatte Joachim einen Klettersteig in der Umgebung von Arco für uns ausfindig gemacht. Und dieser war kurz aber knackig. Es ging durch eine Schlucht, in dem unten der Gebirgsbach rauschte. Die Schlucht weitete sich im mittleren Teil und wir standen in einer grünen Oase. Mut erforderte dann die freiwillige Überquerung des Baches über ein Drahtseil, gesichert durch zwei in Hüfthöhe gespannte Drahtseile an den die Karabinerhaken des Klettersteigsettes befestigt wurden. Es war dennoch eine wackelige Angelegenheit. Jeder von uns hat aber diese neue Erfahrung gemacht. Dolomiten-2012-2Das nächste Abenteuer war am nächste Tag eine Jeepfahrt zum Ausgangspunkt unserer Wanderung zu der Hütte Agostinie auf 2.410 qm Höhe. Hier wollten wir eine Nacht verbringen. Wir zehn sowie der Fahrer fanden, und wir wollten erst nicht glauben, in einem Jeep Platz. Es ging dann über einen schmalen mal mehr oder weniger befestigen Weg bergan. Der Weg führte in vielen Kehren, z.B. unterhalb von Felsvorsprüngen und einem Abschnitt nur wenige Centimter von der Böschung zum tiefer gelegenen Gebirgsbach entlang bergauf. Wir hatten aber Vertrauen in unseren Fahrer, der diese Strecke schon zigmal gefahren war. Ansonsten wäre der ein oder andere von uns unterwegs wohl lieber ausgestiegen. Nach der Ankunft an der Zwischenstation ging der Weg dann für zwei Stunden weiter zur Agostoni Hütte inmitten einer bizarren Felslandschaft.

Dolomiten-2012-4Direkt oberhalb der Hütte befinden sich zwei riesige Felsen, die den Eindruck vermitteln, als würden sie jeden Augenblick auf die Hütte fallen können. Da wir bereits gegen Mittag an der Hütte waren, ging es nachmittags weiter bergauf, um einen geplanten Klettersteig zu gehen. Dabei waren Reste eines Gletschers zu beschreiten. Steigeisen waren nicht erforderlich, jedoch musste jeder Tritt immer auf einen der unzähligen Steine gesetzt werden, um ausreichend Halt zu finden. Leider zog dichter Nebel auf, so dass wir die Wand, die wir über den Klettersteig erklimmen wollten, nicht mehr sehen konnten. Unser Vorhaben mussten wir daher abbrechen und über einen Geröllfeld zurück zur Hütte gehen. Die Hütte war abends voll besetzt. Joachim hatte daher entscheiden, dass wir morgens bereits um 06.00 Uhr frühstücken sollten, um die Ersten an dem Klettersteig zu sein, der uns über einen Bergrücken führen sollte bevor an einer Hütte Pause gemacht werden konnte. Wir waren tatsächlich die Ersten morgens auf und damit auch die Ersten am Klettersteig.

Es war kalt aber sonnig und so machte es richtig Spaß, über Leitern, Tritte und eine kleine Brücke den relativ leichten Klettersteig zu gehen. Dann ging es nur noch abwärts zu dem Endpunkt dieser Tageswanderung. Von dort fuhren wir mit dem Auto wieder zurück nach Molveno. Dolomiten-2012-6



Unser letzte Wandertag startete morgens früh ab unserem Hotel. Ausgangspunkt war der bekannte Wintersportort Madonna di Campiglio, 1.514 m. Mit der Seilbahn ging es hinauf auf 2.442 m. Anschließend erfolgte eine Wanderung über glatt polierte Felsen bis zum Einstieg in den Klettersteig. Über Felsbänder ging es dann hinauf bis auf 2.900 m, um auf dieser Höhe eine Rast mit einem sensationellen Blick in die Bergwelt einzulegen. Anstrengender war der der Abstieg von 1.500m hinunter nach Madonna di Campiglio.

Dolomiten-2012-6Wir mussten uns dann schon beeilen, da in dem sehr gut geführten Hotel freitags ein Galadiner angekündigt war. Wir waren zwar die letzten Gäste, aber die Küche war darauf eingestellt, dass wir später kommen würden und so entging uns nichts von dem aufwendigen Abendessen. Ein wohlschmeckender Ausgleich für die Anstrengungen des Tages. Morgens um 05.00 Uhr machten wir uns dann schon auf den Weg zurück nach Münster, wo wir den Leihbulli abgeben mussten. Von Münster nach Riesenbeck hatten wir privat einen Fahrdienst organisiert. Eine an Abwechselungen reiche und mit Überraschungen (Schluchten-Klettersteig, Jeebfahrt) versehene Bergwoche ging so viel zu schnell zu Ende. Da alle Interesse an einer Wanderwoche in 2013 haben, wird Joachim eine weitere Tour anbieten.

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